IXX

Die Geschichte des Blogs ist eine Geschichte des Scheiterns und Neuanfangens. Was bleibt übrig, wenn alles verschwiegen wird? In der Kommentarschleife hängt seit Monaten etwas, ohne, dass ich moderiert hätte. Heute erledigt: Es handelte sich um Werbung für Männerunterhosen. So viel dazu. Im Bereich der Lektüre ebenfalls nur Ungelesenes. So auch der Horcynus Orca, der auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Auch hier nur Gescheitertes.

XVIII

Währenddessen der Horcynus Orca weiterhin zu Hause auf dem Tisch liegt und darauf wartet, dass ich auch so etwas wie Freizeit haben werde. Unterdessen korrigiere ich Prüfungen und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Als Bahnlektüre habe ich mir die Chronik des Balthasar Hauser von Alphonso Hophan auf den Reader geladen. Einst als Maturaarbeit geschrieben, mit einem Preis ausgezeichnet, fand das Buch auch einen Verleger. Ganz zu recht, wie ich finde. Wie weit davon meine Schüler entfernt sind.

XVII

Mein Leben verläuft getaktet. Bahnfahren, Arbeit, Bahnfahren, berufliche Lektüren und etwas Schwammiges, das ich für private Lektüren nutzen könnte. Der Horcynus Orca fasziniert mich weiterhin, aber er ist zu gross und schwer als Bahnlektüre. Auf den Reader mag ich ihn mir nicht laden, bei manchen Büchern brauche ich das Gegentändliche. Ich brauche einen erweiterten, neuen Lese- und Schreibmodus.

XV

«Mach doch mal ein Digamma», war einer dieser Insiderwitze, die wir in der Zeit unserer etymologischen Pausenbeschäftigung auch in anderen Zusammenhängen verwendeten. Was ein Digamma ist, weiss ich und ich mache auch immer wieder welche auf meinem Schreibblock. Die Bedeutung des Witzes habe ich mittlerweile jedoch vergessen.