El abrazo de la Serpiente

Wie nehmen wir Weissen die indigenen Völker am Amazonas wahr? Wie viele haben wir bereits vernichtet? Wie erfassen die Indigenen uns? Was passiert, wenn ein Schamane mit 30 Jahren Abstand zwei Forscher, Theodor Koch-Grünberg und Richard Evan Schultes, durch den Amazonas führt, auf der Suche nach einer Wunderpflanze? Sind die Beiden derselbe?

Er hätte nie gelernt zu träumen, sagt Schultes irgendwann im Film, der teilweise auf den wortwörtlichen Tagebuchaufzeichnungen der beiden Forscher basiert. Musik über ein Grammaphon hörend, soll er daraufhin die Richtung zur magischen Pflanze weisen. Für die Völker am Amazonas, deren Lied nie gehört worden sei, sei der Film, steht sinngemäss im Abspann. Die einzige Musik, die im Film gehört wird, ist diejenige der Weissen.

Immer wieder bezeichnet der Schamane sich und auch Schultes als – ich habe den indigenen Begriff vergessen – tote Hülle. Auf wie viele Zuschauer – mich, uns – trifft diese Bezeichnung ebenfalls zu? Der Traum als Lösung. Überhaupt verschmelzen Traum und das Erleben im Wachzustand zunehmend.