XII

Übermorgen fahre ich wieder in die Berge. Ich freue mich.

Überhaupt hänge ich weiterhin am Schiller fest, mittlerweile am Spätwerk. Goethe, Wieland und Herder sind inzwischen dazugestossen – das Weimarer Viergestirn. Ich weiss, dass eigentlich Goethe die treibende Kraft in Weimar war, aber der Schiller ist und bleibt mir näher. Goethe wirkt auf mich, mit wenigen Ausnahmen, ein wenig wie Mozart. Faszinierend und abstossend zugleich. Ich bin versucht, beide als „zu laut“ zu bezeichnen.

Langsam taste ich mich wieder an private Lektüren heran. Den Knausgard bewahre ich mir für später auf.

XI

Manchmal rücken die Berge so nahe zusammen, dass ich mich wundere, wie das kleine Tal noch Platz zwischen ihnen findet. Gerne würde ich hier bleiben.

Überhaupt, die Berge. Sie sind so hoch und stehen so andächtig da, als ob sie das Tälchen beschützten.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, als ich endlich Zeit hatte, den dritten Band von Knausgards Autobiographie anzufangen. Doch dann kam mir der Schiller dazwischen.

Erst dachte ich, die Kommentarfunktion würde nur meine eigenen Kommentare ins Nirvana befördern, wenn ich sie nicht über das Backend versende. Offensichtlich betrifft es auch Andere. Das tut mir leid, ich kümmere mich darum, sobald wieder etwas mehr Konstanz in meinen Alltag gelangt ist.